Geblogge

Okay, ich habe einenTrick gefunden, um ein wenig mehr zu schaffen: Morgens erst mal eine Stunde schreiben, bevor ich ins Büro gehe, wo die ganze Arbeit wartet. Wirkt Wunder. Und ich habe abends auch noch etwas hingekriegt. Was außerdem motiviert: Jetzt geht es mit den Erotikszenen los. Nach nur 60.000 Wörtern Vorbereitung. Warum ausgerechnet diese Story so viel Raum braucht, ist mir schleierhaft. Vielleicht will ich Ebernau einfach nicht loslassen. Es ist so schön da. 🙂

Wordcount heute: 2.033 Wörter
Wordcount „Josh“ insgesamt: 61.937 Wörter

Lieblingsstelle:
Er tat es schon wieder. Er log und flunkerte und … Ehrlich war er auch nicht. Lucien hasste sich dafür. Und es war auch noch Josh, den er belog. Sein bester Freund. Was für ein erbärmlicher Mistkerl musste man sein, um seinen besten Freund zu belügen, nur um … um ein paar Minuten länger im Paradies zu verweilen?
»Hörst du sie noch?«, flüsterte Josh und kraulte Luciens Nacken. Sie lagen dicht aneinandergeschmiegt auf Luciens Bett. Im Dunkel, so, wie sie es seit Sonntag jeden Nachmittag taten. Lucien schmiegte seine Stirn gegen Joshs Brust und labte sich an dem vertrauten, wunderbaren Geruch. Dem verbotenen Geruch. Der unwiderstehlichen Wärme, die durch den fadenscheinigen Pullover drang.

Geblogge

Zwei andere Aufträge sorgen gerade dafür, dass ich nicht viel zum Schreiben komme. Mal schauen, wie das morgen aussieht. Es ist der letzte Nano-Tag und ich habe fast 10.000 Wörter mehr als ich müsste. Vielleicht kann das Buch auch später herauskommen. Solange es vor dem 20. ist … Aber wenn Amazon dann hakt (kommt ab und zu vor), hätte ich wieder eine Zu-knapp-an-Heiligabend-Veröffentlichung. Mal schauen. Ab jetzt kommen jedenfalls nur noch Lieblingsszenen. 🙂 Wie eigentlich die ganze Zeit. Nur die letzten beiden Kapitel waren etwas schwieriger. Da musste Lucien sich seiner Vergangenheit stellen und sowas ist nie leicht. Auch nicht, wenn man es schreibt.
Übrigens habe ich jetzt fast 60.000 Wörter. Bei der Wortzahl sind die anderen Paare sich längst glücklich in die Arme gefallen. Josh dagegen eiert immer noch rum. Ich schätze, er braucht noch 10.000 mehr. Mindestens.

Wordcount heute: 1.204 Wörter
Wordcount „Josh“ insgesamt: 59.530 Wörter

Lieblingsstelle:
»Oh. Ich mag Pizza«, war alles, was Josh einfiel. Sie würden sich gleich küssen. Der Gedanke wirbelte in seinem Kopf hin und her, prallte von den Schädelwänden ab und löschte alles andere aus. Küssen. Lucien und er. Kein Grund, nervös zu sein, immerhin war das Joshs eigene Idee gewesen. Es war schließlich der einzige Weg, noch vor dem zweiten Date mit Torben herauszufinden, ob das Problem erledigt war.

Geblogge

Und das Buch geht auch gut voran. Und meine Facebook-Seite hat schon 500 Likes! Einziger Wermutstropfen: Mit der Anfang Dezember-Veröffentlichung von „Josh“ wird’s nichts. Frühestens der 15., allerdings sollte ich später auch nicht veröffentlichen, weil ich sonst dem Heiligabend ins Gehege komme. Mal sehen.
Die Messe war laut, trubelig und wunderschön und ich kann all die Eindrücke immer noch kaum in Worte fassen. Fotos folgen irgendwann. Auf jeden Fall hatten wir einen wunderschönen Stand, viel Spaß und die besten Leser der Welt sind vorbeigekommen, um uns mit Keksen und Pralinen zu füttern.
Und im Zug kann ich immer noch am besten schreiben. 🙂

Wordcount heute: 1.266 Wörter
Wordcount „Josh“ insgesamt: 57.308 Wörter

Lieblingsstelle:
Er kam sich wie ein Vollidiot vor. »Sorry.« War das alles eine Schnapsidee gewesen? Hatte er je andere Ideen als Schnapsideen? Warum hatte er den armen Lucien mit reinziehen müssen?
Der arme Lucien rammte seinen Zeigefinger auf den Knopf und hielt ihn gedrückt. Klingeln schallte aus dem Flur zu ihnen hinüber. Lange. Als er endlich losließ, war Fluchen hinzugekommen.
Nichts geschah. Lucien klingelte wieder. Schließlich sprang er die Treppenstufen hinunter, hob einen leeren Joghurtbecher vom Boden und feuerte ihn gegen das Fenster im ersten Stock.
»Mach auf, du Feigling«, brüllte er. Sein Gesicht war eine wütende Fratze. »Ich weiß, dass du da bist.«
Josh starrte ihn an.
»Justin, du Stück Scheiße! Mach auf!« Luciens Stimme hallte von den Häuserwänden wieder. »Schieb deinen hässlichen Arsch auf die Straße oder ich schmeiß dein Fenster ein!«
»Lucien …«, begann Josh, als sie ein Summen hörten. Die Tür.

Geblogge

„Schneestürmchen und Glühweinwürmchen“ kam gestern heraus und ging sofort durch die Decke. Nummer Eins in Gay Romance und Top 50 insgesamt! Ich bin sehr, sehr stolz auf uns. 🙂 Und morgen, auf der BuchBerlin, werde ich endlich den Print in den Händen halten. Und mir Autogramme von meinen Mit-Autorinnen holen!

Zwei Tage lang habe ich leider gar nichts geschrieben, weil ein größerer Illu-Auftrag fertig werden musste. Ist er jetzt auch, größtenteils. Dafür habe ich gestern im Zug nach Berlin viel geschafft. Sie haben sich endlich geküsst! Und nun geht das Drama weiter, wobei, so dramatisch ist das alles gar nicht. Das ist eine gemütliche Geschichte. 🙂

Wordcount heute: 3.809 Wörter
Wordcount „Josh“ insgesamt: 45.036 Wörter

Lieblingsstelle:
Weich
, dachte er. Gut. Heiße Lippen knabberten und zupften an seinen, so vorsichtig, so drängend, dass ihm schwindlig wurde. Schließlich kapierte er, dass er ihnen entgegenkommen musste, wenn er mehr wollte. Er lehnte sich in den Kuss, presste seinen Mund auf Luciens und öffnete beide ein wenig weiter. Da war sie. Eine nasse Spitze, die seine Unterlippe streifte. Schauer rannen durch seine Bauchgegend.
Dann war es wieder vorbei. Schwer atmend zog Lucien sich zurück. Er wandte sich ab, drehte sich um, sah Josh an und gleich darauf zu Boden.
»Worum machst du dir Sorgen, du Vollidiot?«, platzte Josh heraus. »Du küsst super!«

Geblogge

40.000 Wörter, 24 Kapitel und … der erste Kuss bahnt sich endlich an. Den hab ich mir allerdings bis morgen aufgehoben, um motiviert zu bleiben. Man soll aufhören, wenn’s am schönsten ist (okay, in Wahrheit musste ich los, bevor Aldi zumacht).

Wordcount heute: 5.269 Wörter
Wordcount „Josh“ insgesamt: 41.226 Wörter

Lieblingsstelle:
»So.« Josh setzte sich vor ihn und schenkte ihm sein bestes Lausbubengrinsen. »Stell dir vor, ich bin Torben und wir sind auf einem Date. Was sagst du?«
Nervosität krallte sich in Luciens Körper, kaum, dass Josh es ausgesprochen hatte. Wie albern. Trotzdem war sein Kopf wie leergefegt. Was sollte er sagen?
»Also.« Er knetete die Hände zwischen den Knien. »Torben.«
»Holst du dir gerade einen runter?«, fragte Josh neugierig.
»Was?!«
»Du bewegst deine Hände unter der Tischplatte«, sagte Josh vorwurfsvoll. »Was soll Torben denn da denken?«
»Dass ich …« Lucien knurrte leise und legte die Hände auf den Tisch. »Das wird er nicht denken.«
»Wer weiß?« Josh wiegte den Kopf hin und her. »Vielleicht hat Torben eine schmutzige Fantasie.«
»Hat er nicht!«
»Woher willst du das wissen?«
»Er arbeitet bei einer Versicherung. Der hat gar keine Fantasie.«

Neuerscheinung

Es gibt was Neues! Schon im Sommer hat die fabelhafte Jona Dreyer mich eingeladen, an ihrer Weihnachtsanthologie teilzunehmen. Und ich hatte direkt eine Idee, was dazu führte, dass ich bei brütender Hitze über eine Weihnachtsfeier schrieb, die aus dem Ruder läuft. Ich habe mich mit brutalem Extrem-Weihnachts-Playlist-Hören gerettet. Die Story ist eine beknackte Romantikkomödie im Stil von „Diagnose: Depp“ geworden. Also hoffentlich das, was meine Leser wollen. 🙂 Die anderen vier Geschichten in der Anthologie sind natürlich noch viel niedlicher, romantischer und zuckersüßer! Und die anderen Autorinnen (Achtung, Trommelwirbel) sind: Tharah Meester, Sara Pearson, Luzie Engels und natürlich Jona Dreyer!
Das E-Book kann man schon auf Amazon vorbestellen. Am 23. November erscheint es dann. Selbstverständlich gibt es auch ein Taschenbuch und wer auf der BuchBerlin ist, kann es sogar von fast allen Beteiligten signieren lassen. Die Jona hat nämlich den Stand schräg gegenüber von unserem. 🙂

Kleine Leseprobe meiner Story „Rudolf, das unfähige Rentier“
»Scheiß-Kostüm!«, knurrt Balduin und zerrt an seinem roten Mantel herum. »Erzähl mir mal, wie ich damit Sandra aus der Personalabteilung rumkriegen soll.«
»Erzähl mir mal, wie du sie überhaupt rumkriegen wolltest«, sage ich. »Sandra kann dich nicht leiden.«
Im Spiegel der Herrentoilette rücke ich mein Rentiergeweih zurecht, so dass es einen Winkel von exakt 167 Grad hat. Ich habe überprüft, welcher Winkel mich am verwegensten aussehen lässt und das Ergebnis war eindeutig. Leider sehe ich von vornherein nicht besonders verwegen aus, aber, na ja: Ich bin Buchhalter.
»Ach, die tut nur so.« Balduin winkt ab. »Was verstehst du denn von Frauen?«
»Nicht viel«, gebe ich zu. »Aber wenn sie auf dem Sommerfest »versehentlich« ihren Drink auf deine Hose schütten, wollen sie dich los werden.«
»Oder sie wollen dich ohne Hose sehen.«
Ich schaue ihn bedauernd an. Balduin verschränkt die Arme vor seinem ausladenden Weihnachtsbauch. Den weißen Bart hat er sich auf die Stirn geschoben wie ein schlechtes Toupet. Beinahe kann ich mir vorstellen, wie er aussah, als er noch Haare hatte.
»Das war auf dem Sommerfest«, sagt er. »Jetzt ist die Weihnachtsfeier.«
»Und was hat sich deiner Meinung nach in den vergangenen sechs Monaten verändert?«
»Ich …« Balduin schnaubt verächtlich. »Du sei mal ganz ruhig. Ich trau mich wenigstens, meinen Schwarm anzusprechen. Im Gegensatz zu dir, du feiges Rentier.«
»Paarhufer sind Fluchttiere«, murmele ich und sehe zu Boden. Meine rote Nase löst sich und plumpst herunter. »Und es ist schwerer als bei dir … Ich weiß doch nicht mal, ob er auf Männer steht.«
»Kleiner Tipp vom Weihnachtsmann: Das findest du nicht heraus, wenn du nicht fragst.« Balduin wackelt mit den Augenbrauen.
»Mja.« Ich seufze. Dann straffe ich mich, balle die Fäuste und schaue ihm fest in die Augen. »Ich hab’s dir noch nicht gesagt, aber heute traue ich mich. Heute werde ich ihm … Heute sage ich Nick, dass … Also zumindest will ich ihn fragen, ob wir mal was trinken gehen.«
»Was, echt? Ich dachte, du trinkst nicht.«
»Nur selten.« Ich räuspere mich. »Ich schätze den Kontrollverlust nicht. Und außerdem muss ich deinen besoffenen Arsch dauernd nach Hause fahren, also kann ich nie …«
Frau Grobenolmer, die Personalchefin, steckt den Kopf in die Herrentoilette.
»He, Weihnachtsmann! Rudolf! Bereit, Frohsinn zu verbreiten, ihr Eumel?«
Die hat eindeutig schon vom Weihnachtspunsch schnabuliert. Ihre Nase ist röter als meine. Also meine falsche.
»Immer!, grunzt Balduin. »Oder, Rudi?«
»Rudolf.« Ich hasse Verniedlichungen. Nach 5 Jahren Freundschaft sollte Balduin das eigentlich kapiert haben. Hat er aber nicht.

Zu Josh: Das Buch hat eindeutig die sich am langsamsten entwickelnde Romanze, die ich seit meinen Anfängen geschrieben habe. Und damals habe ich mich einfach nicht getraut, so früh mit Romantik (und Erotik) loszulegen. Also warum habe ich so viel Spaß? Liegt es daran, dass ich die Charaktere so sehr mag? Sollte ich die mögen? Oder sollte ich ihnen lieber furchtbare Dinge antun? Aber das kann ich gerade nicht und ich mag diese langsame, alberne Schnulze. <3

Und ich habe das Bloggen sträflich vernachlässigt … 🙁 Inzwischen bin ich schon 10.000 Wörter weiter als beim letzten Post.

Wordcount heute: 2.774 Wörter (bisher)
Wordcount „Josh“ insgesamt: 34.309 Wörter

Lieblingsstelle:
Lucien seufzte. »Josh. Mach dir keinen Kopf. Das wird alles. Wirst sehen, in einem halben Jahr oder so denkst du an die ganzen Sorgen zurück und lachst dich tot.«
»Meinst du?«
»Na klar. Dann hast du eine total liebe Freundin und schaust dir Kunstunis in ganz Europa an und … Was immer du noch machst. Du schaffst das.«
»Danke.« Joshs Stimme klang so rau, dass Lucien seine Arme ausbreitete und ihn angrinste. Hatte eigentlich nur ein Scherz werden sollen, aber Josh warf sich hinein.
Er klammerte sich an Luciens nacktem Rücken fest, als würde nur dessen Körper ihn über Wasser halten. Ups. Vorsichtig schloss Lucien die Arme um Josh. Sehr vorsichtig. Er spürte die glatte, warme Haut und die Rippen und Muskeln und die Wirbelsäule und … Durfte er das? Sollte er irgendwie … klopfen oder reiben oder lieber gar nichts tun? Konnte Josh spüren, wie hart sein Herz gerade hämmerte? Konnte jemand sie im Dunkeln sehen? Das … war doch keine Falle, oder? Aber Josh würde doch nicht …
Hitze breitete sich in Luciens Körper aus.
Mist, dachte er. Das war ein Fehler.

Geblogge

So, die beiden Chaoten sind jetzt Freunde. Freunde, die nicht begriffen haben, dass es zwischen ihnen ziemlich heftig knistert, aber na ja, kann passieren. 🙂 Und ich bin mehr oder weniger in der Mitte des Buches. Ich habe tatsächlich gemerkt, dass ich zu sehr hetze und beschlossen, mal für zwei Kapitel das Tempo zu drosseln. Hoffentlich springen da nicht alle Leser ab, weil es zu langweilig ist. Aber ich würde ganz gern mal stehenbleiben und schauen, was die anderen Winter-Geschwister so machen, bevor die Achterbahn wieder Fahrt aufnimmt.

Wordcount heute:  2.959 Wörter (bisher)
Wordcount „Josh“ insgesamt: 21.704 Wörter

Lieblingsstelle:
»Gar nicht. Das hab ich nur so gesagt. Dachte, es könnte stimmen, so, wie der sich immer aufspielen muss.« Lucien genehmigte sich ein zufriedenes Lächeln.
Josh starrte ihn an, als wäre er der wiedergeborene Heiland. »Du bist der größte Lügner der Welt«, flüsterte er. »Genial.«
Es fühlte sich an wie eine Eisdusche. »Ja.« Die Schatten wirkten auf einmal dunkler. »So genial ist das nicht.«
»Warum nicht?« Josh strahlte. »Ich wünschte, ich könnte das.«
»Tu das nicht. Man verliert sich darin.« Die Pausenglocke schrillte. Die erste. Sie blieben sitzen.
»Ja, aber wenn es gegen Dean hilft …« Josh dachte sichtbar nach. »Wenn der nicht denkt, dass ich schwul bin, warum gibt es dann diese Wette?«
Lucien zuckte zusammen. Oh. Die. »Welche Wette?«, fragte er, obwohl er gerade noch etwas von Ehrlichkeit gesülzt hatte.

Geblogge

Die letzten Tage sahen so aus: Stundenlang an dem großen, geheimen Auftrag arbeiten und dann zur Entspannung eine Stunde schreiben. Eigentlich nett. Fast wie früher, als ich nur zum Spaß geschrieben habe und kein Geld damit verdienen musste. Und ich liebe die Geschichte immer noch. Leider ist eine Stunde täglich nicht genug, um den Nano zu gewinnen. Heute habe ich mir größtenteils freigenommen, um aufzuholen und bin jetzt immerhin so weit, wie ich sein sollte (15.000 Wörter). Der Schwung vom Anfang ist ein wenig weg, weil ich jetzt ernsthaft nachdenken muss. Darüber, was ich schon etabliert habe und darüber, was noch passieren muss und so. Das ist immer so und beunruhigt mich nicht sonderlich. Heute oder morgen kommt allerdings der große Turning Point und ich bin ein klein wenig nervös. 🙂 Und Josh wird immer noch von allen geärgert. Er regt sich aber auch so schön auf. Die Lieblingsstelle kommt diesmal allerdings von Lucien, mit einer groben Fehleinschätzung.

Wordcount heute:  4.486 Wörter
Wordcount „Josh“ insgesamt: 15.024 Wörter

Lieblingsstelle:
»War Josh schon immer so ein homophober Trottel?«, fragte er. Das war das Erste, was ihm eingefallen war. Sie sah ihn verwundert an.
»Homophob?«
»Na, er kann mich doch nicht leiden, weil ich schwul bin, oder?«
Sie blinzelte. »Na ja, schon irgendwie, aber … Ich glaube, das liegt mehr an seiner Familie.«
Sofort hatte Lucien ein Bild vor Augen: Eine feiste Familie in traditionellen Lederhosen, die unter einer Kuckucksuhr vor dem Fernseher saß und sich darüber aufregte, dass »solche« inzwischen sogar heiraten durften.
Das beschmutzt die Heiligkeit der Ehe, hörte er Joshs Vater sagen, einen schnauzbärtigen Glatzkopf mit einem verblassten »Deutschland über alles«-Tattoo am Hals.
Seine Frau würde stumm, aber entschlossen nicken. Und Josh würde sagen, dass sie so einen sogar an der Schule hätten.
Von dem hältst du dich fern, Sohn, knurrte der Vater in Luciens Vorstellung. Komm dem nicht so nahe, sonst fängst du dir Wer weiß was ein.
Die Mutter keuchte entsetzt, als Josh berichtete, dass die Schulschwuchtel ihn sogar zu Boden gestoßen und auf ihm gelegen hatte.
Einsperren müsste man die alle, sagte Joshs Vater und biss in sein Schnitzel …
»Lutschen?«, fragte Anna. Hm? »Ist was? Du guckst so komisch.«
»Nichts, nichts.« Lucien räusperte sich. »Was ist denn mit Joshs Familie?«

Geblogge

Das Buch ist im vollen Gange, auch wenn ich nicht so schnell zum Schreiben komme wie ich es gern würde. Da sind noch zwei Aufträge, um die ich mich ebenfalls kümmern muss. Aber das Schreiben macht genau so viel Spaß, wie ich gehofft hatte. Ich liebe dich, Josh! Und du hast noch nicht mal eine deiner patentierten Idiotenaktionen gebracht, obwohl … die Szene, die ich vorhin geschrieben habe, könnte man so bezeichnen.

Natürlich geht die Geschichte mit einem furchtbaren Missverständnis (TM) los, das hoffentlich nachvollziehbar ist, wenn man es liest. Ich finde es total logisch. Und ein bisschen traurig. Und überhaupt. Na egal, ich notiere mal meinen Wordcount und dann schreibe ich weiter.

Wordcount heute:  1.384 Wörter
Wordcount „Josh“ insgesamt: 6.444 Wörter

Lieblingsstelle:
Als sie in das Musikzimmer kamen, war der Trottel schon da. Josh. Vornübergebeugt wie ein garstiger Troll saß er in einer Ecke und kritzelte irgendetwas auf seinen Collegeblock.
Etwas schmerzte in Luciens Magen, als er ihn sah. Es erinnerte ihn an all die anderen blöden Kommentare, die er sich damals eingefangen hatte.
Sitz bloß nicht neben mir, sonst denken alle, ich bin auch schwul.
Was glotzt du mich so an, Schwuchtel? Bist du etwa in mich verliebt?
Wir wollen dich nicht mehr in der Band haben. Du weißt schon. Geht halt nicht.
Er atmete tief ein. Er war jetzt groß und stark und wusste, wie man sich wehrte. Mit Worten und mit Fäusten. Warum war er innen drin immer noch ein verängstigter kleiner Bengel?

Geblogge

Es war ein langer, ereignisreicher und sehr erfolgreicher Tag und ich liege in der Badewanne. 🙂 Daher nur kurz die Zahlen und ein paar Lieblingssätze.

Wordcount heute:  1.975 Wörter
Wordcount „Josh“ insgesamt: 5.060 Wörter

Lieblingsstelle:
»Können wir das Thema wechseln?«, brummte Josh.
Anna seufzte leise. »Meint ihr, Lutschen hat eine Freundin?«
Der Themawechsel war eine beschissene Idee gewesen.
»Bestimmt hat er drei«, sagte Josh. »So Bandtypen haben immer ein Mädel in jedem Hafen und, äh, verhüten tun die auch nicht.«
»Du bist ja nur neidisch.« Anna schnaubte. »Ich wette, alle Jungs hier sind neidisch auf Lutschen.«
»Lucien«, verbesserte Josh, doch sie redete weiter, ohne ihn zu beachten.
»Ich glaube, er hat mich eben angesehen. Also, so richtig tief. Er hat fast nur meine Fragen beantwortet.«