Geblogge, Neuerscheinung

Heute habe ich Sammelband 3 auf Amazon und Tolino hochgeladen. Auf Amazon kann man es sogar schon kaufen: https://www.amazon.de/dp/B074KG6B7Z/
Tolino dauert erfahrungsgemäß ein paar Tage länger, weil es eine Station mehr gibt. Tolino beliefert ja Thalia, Hugendubel, Weltbild und Co., das dauert ein wenig. Aber der Sammelband UND „2 Jahre später“ sind bald endlich überall verfügbar. Mit den drei Büchern ist es vermutlich der ernsteste Sammelband bisher. Intrigen, Mobbing, Leichen und Lindwurm-Gemetzel … ähem. Aber Humor gibt’s ja trotzdem. 🙂

Die drei Kurzgeschichten gehen ganz gut voran. Ich habe die letzte begonnen und versuche, sie morgen fertig zu schreiben. Ich freue mich schon sehr auf das Diagnose: Depp-Printbuch. Endlich mal wieder was richtig Buntes. Regenbogenbunt. 🙂 Und es wird verdammt soapig, schmalzig und so kitschig, dass ich mich fast schäme. Nach so vielen ernsten Büchern (siehe oben) brauche ich das einfach.

Schönes Wochenende!

Wordcount heute: 2.914 Wörter
Wordcount  insgesamt (Diagnose: Depp 2-4): 18.987 Wörter

Lieblingsstelle heute:
»Damals?« Bernd wirkt vollkommen überfordert. Er fährt sich durch die struppigen Haare. »Warte mal … Meinst du damals, als ihr erst drei Wochen zusammen wart?«
»Ja.« Na also. Ich nicke ermutigend. »Gut erinnert, Bernd. Damals hast du gesagt, ich soll noch ein Jahr warten, also habe ich das getan. Du bist schließlich der Experte für Anträge.«
Jules macht ein höhnisches Schmatzgeräusch. Bernd starrt mich an.
»Ach, und das hast du ernst genommen?«

Geblogge

Und mehr.

Viel mehr

Viel, viel mehr

Erster Tag zurück im Büro. Erholt, glücklich und entspannt. 🙂 Gerade habe ich die Printversion von „Aufgetaut“ an Books on Demand übermittelt, damit die Leute, die Print lieber mögen, das endlich auch lesen können.

Und nun … habe ich ein paar Minuten, um über das vergangene Jahr nachzudenken. Das vergangene Jahr als Autorin, darum geht’s auf diesem Blog schließlich. Was habe ich gelernt? Was hat gut geklappt und was ist schiefgelaufen?

Verdammt wenig ist schiefgelaufen, hehe! Okay, da gab’s ein paar Sachen, aber die fallen einfach kaum ins Gewicht, wenn alles andere so 1000x toller lief, als ich es mir erträumt hätte. Ich habe das Jahr als überarbeitete Pendlerin begonnen und als Vollzeit-Autorin beendet. Wenn das nicht super ist, was dann? Wobei ich jetzt nicht aus einem höllischen Schikane-Job geflüchtet bin. Die Arbeit war okay und die Kollegen wundervoll. Aber sich den ganzen Tag lustige Geschichten ausdenken, macht dann doch mehr Spaß.

Jut, Rückblick, von Anfang an …

Dazu muss ich weit ausholen. Ungefähr … 10 Jahre weit. Jupp. Damals hatte ich diese Idee für einen Manga, die ich unbedingt umsetzen wollte. Der Held war ein schlecht gelaunter Punkrocker, der wie so viele Mangahelden, wunderschön, hochintelligent und ein Frauenheld ist. Da mir kein Name einfiel, habe ich eine Freundin gebeten, ihm einen zu geben und sie kam ausgerechnet auf „Pierre“. Und da es mich damals total genervt hat, dass es in den Lovestories, die ich gelesen habe, auch unter Männern immer eine klassische Rollenverteilung zwischen stark („männlich“) und schwach („weiblich“) gab, brauchte ich jemanden, der diesem Pierre ebenbürtig war. Aber anders, sonst wird’s ja langweilig.

So entstand Boris, der gigantische, maulfaule und mürrische Torwart. Der konnte Pierre zwar geistig nicht das Wasser reichen, aber ihm eine reinhauen, wenn er zu frech wurde. Ähm, ja. Und da es gut ist, erstmal den ganzen Text aufzuschreiben, bevor man beginnt, zu zeichnen, habe ich das gemacht. Zwei oder drei Jahre lang.

Irgendwann wurde mir klar, dass ich hier kein Skript schreibe, sondern ein Buch. Ein Buch, das natürlich niemand je lesen wollen würde, schließlich war ich keine Autorin, aber: ein Buch. Und Schreiben hat Spaß gemacht. So sehr, dass ich dranblieb, obwohl es mich oft in den Wahnsinn getrieben hat und ich an meinen eigenen Ansprüchen fast zugrunde gegangen bin. So sehr, dass ich … es beendet habe, als erstes Buch ever. Ich konnte die Jungs einfach nicht hängenlassen. Die brauchten ein Happy End nach dem ganzen Drama und zwar das beste, das ich ihnen schenken konnte.

Inzwischen hatte mich das Schreiben so gepackt, dass ich noch einen unglaublich lehrreichen Schreibkurs hinterher geschoben habe, und dann … kam mir das Leben dazwischen. Oder eher: das Geld. Das musste ich langsam mal verdienen und mit Schreiben war da nichts zu machen. Ich habe mich auf mein anderes Talent konzentriert und wurde Illustratorin. Habe eine Fortbildung in Animation gemacht und ja, das mit dem Geld verdienen hat tatsächlich geklappt (einigermaßen).

Aber in den nächsten Jahren hat mich das Schreiben nie ganz losgelassen. Da waren immer noch Pierre und Boris, deren Geschichte überarbeitet werden wollte. Und ein paar andere Ideen, unter anderem die von dem Kerl, der in Frauenkleidern versehentlich einen Prinzen heiratet … Aber mit sowas kann man ja kein Geld verdienen.

Das klingt jetzt, als wäre ich total geldgeil gewesen, aber ich war hauptsächlich arm. Da denkt man zwangsläufig viel an Geld. Ich habe mir alle möglichen Kompromisse überlegt, wie ich mit Schreiben irgendwie zu meinem Lebensunterhalt beitragen könnte. Wenigstens ein bisschen, soviel, dass es die Miete zahlt oder mal einen Restaurantbesuch finanziert.

Leider gab es ein weiteres Problem, das viele Selbständige kennen: Das Chaos, das ohne geregelten Tagesablauf entsteht. Ich habe es irgendwie geschafft, den Illustrationskram zu erledigen, aber, auch weil ich zuhause gearbeitet habe, war an Schreiben nicht zu denken. Prokrastination auf facebook usw. kam mir wichtiger vor. Lustigerweise habe ich jahrelang, um mich vor dem Schreiben zu drücken, Schreibratgeber gelesen.

Dann, 2013, als es mit Illustration auch noch schlecht lief, habe ich eine Bewerbung geschrieben und wurde genommen. Eine richtige Festanstellung. Allerdings: eine gute Stunde von zuhause entfernt, die ich jeden Tag hin- und herpendeln musste. Freunde, Bekannte und Verwandte waren vollkommen entsetzt, während sich in meinem Kopf eine begeisterte Stimme meldete und rief: „Drei Stunden jeden Tag! Das ist Schreibzeit!“

Und das hat, wunderbarerweise, funktioniert. Endlich hatte ich wieder geregelte Arbeitszeiten und ein festes Zeitfenster, in dem ich schreiben konnte. Im Zug, mit Tablet und Tastatur auf dem Schoß. Nicht immer leicht, dank Schlingern, neugierigen Mitlesern, Schulausflügen und Junggesellinnenabschieden („Zu ihm“ ist mein autobiografischstes Buch). Aber die größte Hürde, meine eigene Faulheit, war überwunden.

Natürlich hatte ich immer den Traum, vom Schreiben zu leben, im Hinterkopf. Mit Gay Romance (von der ich damals noch gar nicht wusste, dass sie so heißt) war das natürlich nicht machbar. Also habe ich erstmal zwei Hetero-Liebesromane und eine Dystopie geschrieben.

Als ich den ersten Liebesroman (Leonie Biersack) herausbrachte, passierte auch gleich … nichts. Ein paar Verkäufe in den ersten Tagen und das war’s dann. Ein typische Selfpublisher-Geschichte.

Entmutigt war ich nicht. Ich wusste, dass es eine Weile braucht, bis man erfolgreich ist. Eine Weile und viele Bücher. Aber meine Autorenseite bei amazon sah verdammt kahl aus mit nur einem läppischen Buch. Und so kam ich auf die Idee, auch noch „No Way„, die Geschichte mit Pierre und Boris hochzuladen. Nur, um mehr wie eine richtige Autorin auszusehen. Große Chancen habe ich mir nicht ausgerechnet. Ich habe den beiden ein schönes Cover gemalt, das Buch hochgeladen, „Gay Romance“ draufgeschrieben und bin schlafen gegangen.

Am nächsten Morgen warf ich einen Blick auf das Verkaufs-Dashboard und kippte fast um. Ich hatte 17 eBooks verkauft! 17! Eine unglaubliche Menge, soviel hatte Leonie Biersack insgesamt nicht eingebracht! Über zwanzig Euro verdient, im Schlaf! Wer hätte gedacht, dass irgendwer außer mir solche Geschichten mochte?!

Insgesamt habe ich in dem Monat über tausend Euro verdient. Dann sanken die Verkaufszahlen und das Ranking und „No Way“ verschwand langsam in den Untiefen des Amazonas, bis die Monatseinnahmen nur noch für einen Restaurantbesuch reichten. Aber das war mir egal. Ich hatte Blut geleckt. Wenn jemand außer mir Gay Romance mit saudummen Witzen liebte, dann würde ich weiterschreiben. Ideen hatte ich über die Jahre genug angesammelt (viel mehr als für andere, „vernünftige“ Bücher) also habe ich losgelegt. 2015 schrieb ich „Funkenflut“ (das eigentlich ein Porno war, erzähl ich irgendwann mal) und „Seine Narben“ und 2016 fing ich an, zu veröffentlichen (Überarbeiten braucht Zeit).

2016!

Uuuuund damit sind wir endlich im Jahr 2016! Meinem Jahr! Das für alle anderen anscheinend furchtbar war, na ja, für mich auch irgendwie, aber halt weder privat noch beruflich. Im Februar brachte ich „Funkenflut“ heraus und es lief genau so gut wie „No Way“. Ich war vollkommen ekstatisch. Meinen Job kündigen konnte ich von dem Geld noch nicht, aber … das war was. Das war ganz bestimmt was.

Ende März veröffentlichte ich „Seine Narben“. Eine Geschichte über einen reichen Schönling, der versucht, seinen armen Mitbewohner loszuwerden und sich versehentlich in ihn verliebt. So wunderbar beknackt, dass ich mal wieder sicher war, dass nur ich an diesem Buch Spaß haben würde und sonst niemand.

„Seine Narben“ ist bis heute mein größter Erfolg. Das erste Mal, dass ich mit Schreiben mehr verdient habe als mit meinem „richtigen“ Job und das mit genau dem lustigen, kitschigen, saudummen Kram, den ich am allerliebsten zusammenspinne!

Und dann war irgendwie alles klar. Ein bisschen Abwägen und ein paar Ermutigungen später habe ich gekündigt. Ab Juni 2016 war ich wieder selbständig.

Regeln, Zucht und Ordnung

Diesmal wollte ich alles (alles!) besser machen als beim letzten Mal. Kein Prokrastinieren mehr! Keine Ängste und Selbstzweifel und Rumgeheule! Da zuhause arbeiten nicht funktioniert hat, habe ich einen Platz in einem Büro voll Kreativer gefunden (Danke, Marcel!). Und ich habe eiserne, knallharte Regeln für meine Arbeit aufgestellt, die ich nie, nimmer, nicht brechen durfte!

Hat eigentlich halbwegs funktioniert. Nur die Regeln sind anders als vorher.

Begonnen habe ich mit diesen fünf:

1. Hab keine Angst
2. Hab Spaß
3. 8:00 – 12:00 Uhr: Schreibzeit
4. Was du anfängst, musst du beenden
5. spätestens 18:00 Uhr: Feierabend

Ein Teil ist geblieben, ein Teil hat sich als unpraktikabel erwiesen. Die festen Schreibzeiten zum Beispiel. Ich dachte damals, dass ich den Vormittag über schreiben würde und den Rest des Tages alles andere erledigen würde (und das ist als selbständige Autorin, Comiczeichnerin und Illustratorin eine ganze Menge). Was soll ich sagen? Klappt nicht. Es fällt mir leichter, die Rohfassung eines Buchs in zwei Wochen in Vollzeit runterzutippen als in vier Wochen halbtags. Und wenn ich mich um das Comicprojekt, das auch noch „nebenbei“ läuft, kümmern muss, ist es leichter, eine ganze Woche dafür zu verplanen als ein paar Stunden zwischendurch. Ich arbeite sozusagen in Blöcken. Die neuen Regeln sind (zurzeit):

1. Schreib!
2. Hab Spaß dabei
3. Hab keine Angst (und wenn du Angst bekommst: Mach es trotzdem)
4. Was du anfängst, musst du beenden
5. Du verdienst ein Wochenende und einen Feierabend

Schwammiger, könnte man sagen. Aber da ich parallel mit festen Wordcounts/Zielvorgaben am Tag (kann man bei Papyrus Autor einstellen) und einem Kalender arbeite, funktioniert es. Die Regeln sind natürlich inspiriert von Heinleins Rules. Bei denen man immer dazu sagen muss, dass es seine Business-Regeln waren. Keine Anleitung zum „schön“ schreiben also, sondern Geschäftsregeln für Berufsschriftsteller und solche, die es werden wollen. Ich fahre bisher sehr gut damit.

Erfolg!

Alles, eigentlich. Oder fast alles. Alle Bücher, die ich für absolute Risikoprojekte gehalten habe, haben begeisterte Leser gefunden. Die Geschichte von zwei Typen, die beide total schlecht im Bett sind und sich ineinander verlieben? 14 5-Sterne-Rezensionen auf amazon. Meine Gay Romance Fantasy-Komödie in der zwei Männer total realistischen Sex auf einem Pegasus haben? Der größte finanzielle Erfolg, seit ich mich selbständig gemacht habe. In all der Zeit kamen exakt zwei Beschwerden, dass das alles viel zu bescheuert wäre.

Ich habe im letzten Jahr mehr wunderbare Autoren und Leser kennengelernt als je zuvor und mehr Bücher geschrieben sowieso. Und das Gruuuuuseligste gemacht, was ich mir früher vorstellen konnte: Eine Lesung gehalten. War eigentlich ganz lustig. Und danach hab ich NOCH MEHR nette Leute kennengelernt. 🙂

Reich bin ich nicht. Wenn ich nicht alle zwei Monate ein neues Buch veröffentliche, wird’s knapp. Aber das ist kein Problem, wenn man so viel Spaß hat. 🙂

Misserfolge

Gerade fällt mir nur einer ein und der ist wahrlich nicht SO schlimm (geärgert hat’s mich natürlich trotzdem). Also: In Autorenkreisen kursieren die unterschiedlichsten Meinungen zum „Weihnachtsgeschäft“. Manche sagen, da kaufen die Leute wie verrückt, da sie gerade Zeit, Weihnachtsgeld und neue E-Reader haben. Andere sagen, dass man auf keinen Fall im Dezember ein neues Buch herausbringen sollte, weil da ALLE neue Bücher veröffentlichen und man in der Masse völlig untergeht. Ich hab’s einfach mal ausprobiert und, äh …

Na ja.

Am 20. habe ich „Aufgetaut“ veröffentlicht. Es ging los wie immer, sogar besser. Aber dann …

So sieht die übliche Verkaufskurve eines eBooks aus:

Bei wirklich jedem meiner Bücher war es so. Erst das „Erster Tag“-Hoch, wenn alle Stammleser zuschlagen. Dann zwei, drei Tage Absinken, dann das zweite Hoch. Da haben die guten, alten amazon-Algorithmen kapiert, was die Leute, die dein Buch gekauft haben, noch gekauft haben. Und unter diesen Büchern wird dein Buch dann angezeigt, d.h. von Leuten entdeckt, die es auf anderem Wege nicht gesehen haben.

So sieht die Verkaufskurve von „Aufgetaut“ aus:

Jupp, das zweite Hoch fehlt. Und wenn man sich das Datum ansieht, weiß man auch warum. Natürlich kauft am Heiligabend niemand eBooks! Na ja, fast niemand. Hätte ich mir denken können.

Habe ich aber nicht.

Danach habe ich auch nichts von Leuten mit neuen kindles gemerkt, die zu Weihnachten ausschließlich amazon-Gutscheine bekommen haben. Also hat das Buch (das mir sehr am Herzen lag, aber das tun sie ja alle …) schlechter abgeschnitten, als es das in jedem anderen Monat getan hätte. Und das ist immer noch nicht SO übel. Nur ein wenig ärgerlich. Ich merke mir das einfach fürs nächste „Weihnachtsgeschäft“ und veröffentliche ab Mitte Dezember keine Bücher mehr. Hab’s mir sogar in den Kalender geschrieben. 🙂

In Zahlen!

In diesem Jahr habe ich  neun eBooks und sieben Printbücher veröffentlicht, neun Cover gemalt, einen Nanowrimo gewonnen und 384.000 Wörter geschrieben. Bin zufrieden.

Und sonst so?

Hm … Mein Lieblingsfilm 2016: Zootopia/Zoomania

Mein Lieblingsbuch 2016:

Dazu habe ich sogar einen Tagebucheintrag gefunden, Moment …

„Ich hab das beste Buch der Welt gelesen. Bis um halb zwölf nachts und um vier war ich wieder wach und hab weiter gelesen. Soooo gut!“ Was soll ich sagen? Mir hat’s gefallen. 🙂

Lieblings YouTube-Review-Dingsbums: Baywatching

Ein Lieblingslied oder -spiel habe ich nicht, weil ich alt bin und sonst …

Oh, Lieblingsserie 2016: Crazy Ex-Girlfriend. Zumindest habe ich das 2016 gesehen, so weit ich mich erinnere. Aber da ich noch nie jemanden davon überzeugen konnte, das zu schauen (bei „Musical“ machen Leute dicht 🙂 ), versuche ich es gar nicht erst.

So, ein erstklassiger Jahresrückblick 2016 (in dem der „2016“-Teil am Kürzesten war, aber egal). Auf ins neue Jahr! Morgen wird geschriiiiieben!!!

Geblogge

Uuaaaah, heute wurde es so romantisch!!!! Das große Finale (das richtige!) mit soviel Gefühlen und Geständnissen und Zucker. 🙂 Einfach nur … schön. Morgen schreibe ich dann das letzte Kapitel und den Epilog und … hach, dann heißt es Abschied nehmen. Aber wer weiß, diesmal wäre durchaus eine Fortsetzung drin. Bei „Plötzlich Prinzgemahl“ überlege ich auch, ob ich einfach weitermache. Offene Handlungsstränge gibt’s ja genug.

Übrigens, wer es noch nicht gelesen hat: „Herzweh und Zahnklopfen“ von Jona Dreyer ist sehr empfehlenswert. Ich habe es auf dem Rückweg von Berlin in zwei Stunden durchgesuchtet. 🙂 Durchgeknallte Komödien sind einfach das Beste!

Letzte News für heute: Die Printversion von „Prinzgemahl“ (Printgemahl, höhö) ist fast fertig. So sieht das Rundum-Cover aus:

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Die ISBN hab ich noch nicht, daher ausgegraut.

Heutiger Wordcount: 5.183 Wörter
Wordcount »Tiefgefroren« (Arbeitstitel) insgesamt: 58.916 Wörter

Lieblingsstelle heute:
»Ich bin wegen dir hier«, wiederholte er, in Henrys Schulter gemurmelt. »Nur wegen dir.«

Geblogge

Aaah … Buch ist draußen und jetzt kann man genießen. Genießen, Nummer Eins in „Romantische Literatur für Homosexuelle“ zu sein! Und in „Fantasy>Schwul/Lesbisch“! Nummer 50 in den kindle-Charts! Und, was mich besonders freut, Nummer 6 in „Fantasy“! Es fühlt sich nämlich nicht nur toll an, zwischen zwei Harry Potter-Büchern zu stehen (Beweisfoto unten), sondern bestätigt mal wieder, dass 10% der Top 100 Fantasyromane sind. Allerdings vermutlich viele Mash-Ups wie Romantasy, denke ich.

amazon

Und in wenigen Tagen ist der Rausch vorbei und der Alltag kehrt zurück. Wie er das sollte. Wenn ich nur auf den Glückstaumel von diesen paar Tagen aus wäre, könnte ich keine Autorin sein. Am Ende ist es das Schreiben, das mich am glücklichsten macht. Auf eine ruhigere, aber viel tiefere Art.

Heutiger Wordcount: 2.608 Wörter
Wordcount »Tiefgefroren« (Arbeitstitel) insgesamt: 45.717 Wörter

Lieblingsstelle heute:
Ja, sie waren da. Alle. Mama, Marc, Josh, Shirley und … Henry, der in seinem dunklen Hemd einfach fantastisch aussah, aber auf keinen Fall hierher gehörte. Und sie glotzten ihn an, entsetzt, in der Bewegung erstarrt. Sein Magen stürzte ab. Was …
»Es tut mir leid«, begann Henry, aber Marc fiel ihm ins Wort.

Neuerscheinung

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Seit einer halben Stunde ist das neue Buch bei amazon erhältlich. 🙂 Endlich!

Ich fühle mich richtig feierlich. Seltsamerweise.  Nach so vielen Büchern ist das Veröffentlichen eigentlich nur ein weiterer Punkt auf der To Do-Liste. Mir wurde eben klar, dass „Sexy Versager“ meine zehnte Veröffentlichung war und habe ich die gefeiert? Nö. Ich hab das hochgeladen und am nächsten Buch weitergeschrieben. Aber diesmal … werde ich den Launch zumindest mit einem Bier begießen. Prost! 🙂

Danke an alle, die geholfen haben! Und vielen Dank an die Lieben, die mir jetzt schon geschrieben haben, dass sie „Plötzlich Prinzgemahl“ gekauft haben! 🙂

Morgen geht’s weiter wie immer, mit Nano und Lieblingsstelle und Schreibtagebuch. Oh, und wer das erste Kapitel schon mal lesen möchte, hier ist es:

1.  Der gemeine Dieb

Es gab viele Arten, eine Kutsche vom Himmel zu holen.
Man konnte eine Schwarzpulverbombe an einem Pfeil befestigen, die Lunte anzünden und auf das Gefährt feuern. Bumm! Flammen und Rauch überall. Kutschen-, Menschen- und Pegasusfetzen regneten herunter und der fleißige Dieb musste nur noch die Wertgegenstände herauspicken, die sich zwischen den unappetitlichen Teilen befanden. Das war ein Weg.
Eine weit beliebtere Methode war es, den Pegasus ganz vorne mit einem Pfeil zu erschießen. Die restlichen Tiere schafften es nicht mehr, das Gefährt in der Luft zu halten und schmierten ab. Die Wertgegenstände einzusammeln, war so nicht nur leichter, sondern auch appetitlicher. Einziger Nachteil: Eins der Tiere war tot und die Kutsche flog nicht mehr. Nachdem die Insassen ausgeraubt waren, konnte der Dieb nicht fröhlich in das Gefährt hüpfen und verschwinden.
Aber Nat hatte einen weiteren Weg gefunden. Einen, der es ihm ermöglichen würde, alles zu verwerten: Kutsche, Tiere, Insassen … Alles würde unbeschadet auf dem Boden ankommen und wieder abheben können. Hoffte er zumindest.
»Das klappt doch nie«, sagte Gwenna und zog die Nase kraus. Ungläubig starrte sie auf die Vorrichtung in Nats Händen.
»Und wie das funktionieren wird.« Er grinste. »Du hast ja keine Ahnung, zu was dein kleiner Bruder fähig ist.«
»Doch, hab ich. Deshalb mache ich mir ja Sorgen.«
Er schnaubte leise. Gwenna hätte ihm wirklich mehr Vertrauen entgegen bringen können. Nur, weil er ein- oder zweimal …
»Ich weiß noch genau, wie du beschlossen hast, Müllerbrechts Pegasus zu klauen«, sagte sie.
»Das hat ja auch hingehauen.« Nat verschränkte die Arme. »Und mein Plan war super, das musst du zugeben. So weit wie ich ist noch keiner gekommen.«
Bis auf das Dach des dreistöckigen Fachwerkhauses hatte er es dank seiner Klettergreifhaken geschafft. Nach ganz oben, wo Müllerbrechts kräftiges Tier seinen Schlafplatz hatte. Ein Pegasus mit einer Flügelspannbreite von fast zehn Metern, der alleine eine halbe Tonne Mehl transportieren konnte. Tausend Kronen hätte er für den bekommen, mindestens.
»Ja, ja, deine Pläne sind immer super.« Gwenna lehnte sich auf ihrem Ast zurück und sah in den Himmel. »Leider gehen sie immer schief. Weil du jedes Mal ein Detail vergisst. So wie das Detail, dass du nicht reiten kannst.«
»Ich hätt’s fast geschafft«, murmelte Nat.
Wer hätte auch gedacht, dass der Pegasus so bockig sein würde? Sobald er Nat auf seinem Rücken gespürt hatte, war er losgesaust, hatte gebockt und sich geschüttelt … Ihm wurde immer noch ein wenig mulmig, wenn er daran dachte. Zehn Meter über dem Boden hatte das Vieh ihn abgeworfen. Zum Glück war das nächste Dach, auf dem er gelandet war, sechs Meter hoch gewesen und die nächste Regenrinne vier, der Marktstand mit der löchrigen Markise zwei und das Kopfsteinpflaster … Er schauderte.
»Fast geschafft bedeutet, dass ich dich von einer«, Gwenna bedachte ihn mit einem vorwurfsvollen Blick, »verdammt teuren Heilerin zusammenflicken lassen musste. Dreihundert Kronen hat die Alte mir abgeknöpft.«
»Aber …«
»Und jetzt sei ruhig und konzentrier dich.«
Nat knurrte leise, sah aber ebenfalls nach oben. Um sie herum rauschten die fünffingrigen Blätter. Sie waren auf die größte Kastanie im ganzen Stadtpark geklettert, um nach der Kutsche der Familie von Dübelknecht Ausschau zu halten.
Der Stadtpark war ideal für ihr Vorhaben. Groß, dunkel und still. Nachts verirrte sich niemand hierher, bis auf ein paar Besoffene und Verrückte. Und Diebe, die Besoffene und Verrückte ausraubten. Diebe wie sie. Nur, dass ihre Bande hinter einem weit größeren Fisch her war als den paar Kronen, die ein betrunkener Arbeiter in seinen Taschen hatte.
Dafür ließ sich alles ertragen: der eisige Wind, der unter Nats zerlumpte Klamotten kroch, der harte Ast, dessen Abdruck sich in seinen Hintern grub und das ewige Warten, das seine Arme lahm werden ließ. Seinen Langbogen hatte er neben sich an die zerfurchte Rinde des Stamms gelehnt, damit er ihn gleich packen konnte, sobald die verdammte Kutsche endlich auftauchte.
Das hier war ihre größte Chance. Der Raubüberfall, nach dem sie nie wieder jemanden ausrauben mussten. Na ja, höchstens aus Spaß. Vielleicht würde Nat sich ab und zu aus dem edlen Stadthaus, das er sich kaufen würde, schleichen und auf Diebestour gehen. Um der alten Zeiten willen.
Er kicherte leise. Obwohl die Aufregung in seinem Magen rumorte, konnte er es kaum erwarten, dass es endlich losging …
»Und?«, kam eine heisere Stimme von unten. Robarth klang immer, als hätte er mit einer Mischung aus Glasscherben und Kieselsteinen gegurgelt.
»Noch nichts«, gab Gwenna nach unten weiter.
»S-seid ihr wirklich sicher, dass sie hier lang fliegen?«, fragte Berh zum hundertsten Mal.
»Ja, zur Hölle«, antworteten die anderen vier, wie aus einem Mund.
Die anderen vier, das waren Nat, Gwenna, Robarth und die Zofe. Die Zofe hatte Gwenna letzten Monat in »Kalles Tavernchen« aufgegabelt. Dort hatte sie ihren Frust in Met ersäuft. Na, es zumindest versucht. Der Frust der Zofe war unersäufbar. Nat hatte selten eine so verbitterte Frau getroffen und er war im beschissensten Viertel der Stadt aufgewachsen.
Er mochte die Zofe nicht besonders. Ihre verbissene Miene, ihr überhebliches Getue, ihre Frustfalten und die sich stetig verändernde Geschichte, wie sie ausgepeitscht und aus dem Palast geworfen worden war, obwohl sie nur einen ganz kleinen Hühnchenschlegel geklaut hatte. Und eine ganz alte Decke. Und eine winzige Gallone Wein, einen schon vollkommen abgetragenen Rubinring und ein total wertloses Stück Gold … Na, trotzdem war die griesgrämige Olle die erste Chance, die sie je gehabt hatten, um in den Palast zu kommen.
In den fünf Jahren, die sie dort gedient hatte, hatte sie sich gut umgesehen. Sich eingeprägt, wo sich die kostbarsten Gegenstände befanden und welche davon am schlechtesten bewacht wurden. Und wie der Adel sich verhielt. Das war wertvoll.
Nachdem Gwenna sie mit ins Boot geholt hatte, hatte die Zofe die letzten vier Wochen damit verbracht, Gwenna und Nat beizubringen, sich wie echte Adlige zu benehmen. Elegant zu schreiten, vornehm zu sprechen und die Nase so hoch zu halten, dass es reinregnete.
Gwenna hatte deutlich schneller gelernt als er. Nat konnte es nicht lassen, zu fluchen, sich an den falschen Stellen zu kratzen und Sätze mit »Alter …« zu beginnen. Irgendwann hatten sie entschieden, dass er einen Stummen spielen würde, um wenigstens ein Risiko auszuschließen. Vielleicht wollte Gwenna auch, dass er mal für zwei Stunden die Klappe hielt.
»Wo bleiben die?« Selbst seine sonst ruhige Schwester wurde langsam nervös. Sie senkte die Stimme. »Meinst du, die verdammte Zofe weiß so viel, wie sie behauptet?«
»Das haut schon hin.« Nat lockerte seine Schultern. In der Ferne dröhnten die Glocken der großen Uhr, kaum gedämpft durch das dichte Blattwerk der Kastanie um sie herum. Neun Schläge. »Hörst du? Der Frühlingsball fängt erst um zehn an. Die guten von Dübelknechts haben noch alle Zeit der Welt, um hier rüberzuschweben.«
»Hm.« Gwenna knabberte an ihrem Daumennagel. Ihre dunklen Augen suchten den fast ebenso dunklen Himmel ab. Aber das unbewegte Leuchten der Sterne blieb das einzige Licht.
Nat streckte sich. Gähnte. Atmete tief ein, um die Hummeln in seinem Bauch zu beruhigen. Es würde gut gehen. Bestimmt. Ganz bestimmt.
Ganz, ganz bestimmt.
»Wenn man im Palast erwischt wird, was kriegt man dann nochmal? Hundert Peitschenhiebe oder die Klippe?«, fragte Gwenna, als hätte sie seine Gedanken erraten.
»Die Klippe. Todesstrafe«, brummte er und versuchte, gelassen zu klingen. »Die Zofe ist mit zehn Peitschenhieben davon gekommen, weil sie sie nur mit dem Hühnchenschlegel ertappt haben. Hätten sie gewusst, was sie sonst noch mitgenommen hat …« Er machte eine fallende Bewegung mit der Hand.
»Und wenn sie außerdem noch so getan hätte, als wäre sie adlig …« Gwenna schauderte. »Noch können wir zurück.«
»Wie? Robarth ist dabei.« Nat sah nach unten, wo er zwischen den Blättern einen kleinen Ausblick auf Robarths Stiernacken und seine Metzgerpranken erhaschen konnte. »Denkst du, der lässt uns einfach aussteigen? Da riskier ich lieber die Klippe, als von dem zerkrümelt zu werden.«
»Wir könnten abhauen?«, schlug Gwenna vor, aber ihre Stimme klang äußerst unsicher.
»Wie? Wir sitzen auf einem Baum und der Nackenbrecher steht da unten. Wie sollen wir ihm das erklären?«
»Ach, keine Ahnung.« Gwenna kniff die Lippen zusammen. »Früher oder später sehen wir eh die Klippe. Ob’s für Diebstahl oder Raub oder was anderes ist. Du hättest sie für den Pegasus bekommen und ich für die kleine Trickserei mit den Karten, wenn sie uns erwischt hätten. Dann lieber gleich ein großes Ding drehen.«
»Genau.« Er lächelte ihr zu. »Denk dran, wenn das klappt, haben wir ausgesorgt.«
»Oder kriegen die Todesstrafe.«
»Für was kriegt man inzwischen nicht die Todesstrafe?«, fragte Nat. »Hab gehört, sie verurteilen dich zur Klippe, wenn du ein Mitglied der Wache schlägst. Oder den Kaiser beleidigst. Man kriegt schon zehn Peitschenhiebe, wenn man einen anderen Mann küsst.«
Klang er so gelassen, wie er hoffte? Er hatte Gwenna nie gesagt, dass …
Ein Ruck ging durch seine Schwester.
»Da ist was«, flüsterte sie. »Da drüben.«
Ihr Finger zeigte in den trüben Nachthimmel. Und tatsächlich, ganz weit hinten, dort, wo die Silhouetten der schäbigen Häuser sich vom Nachthimmel abhoben, bewegte sich etwas. Ein winziger Lichtpunkt, der nur langsam größer wurde …
Nat fuhr hoch. Kribblige Aufregung schoss in seinen Körper. Er griff nach seinem Langbogen und verfehlte ihn. Seine Finger streiften das Holz, der Bogen wackelte, rutschte …
Und fiel.
»Du Trottel«, rief Gwenna und hechtete nach vorne. Ihre Hand schloss sich eine Sekunde zu spät und der Bogen verschwand zwischen den Blättern. Fast wäre Gwenna ihm hinterher gefallen, wenn Nat sie nicht gestützt hätte.
»Du Vollidiot, tu was!«, brüllte sie ihm ins Gesicht, anstatt sich zu bedanken. Blitzschnell hangelte er die Äste hinunter. Zweige zerkratzten sein Gesicht und peitschen über seine Arme.
»Alles in Ordnung?«, brüllte Robarth hinauf.
»Ja, ja, alles perfekt«, rief Gwenna. Wenn sie das verpatzten, würden sie sich wegen der Klippe keine Sorgen machen müssen. Robarth würde ihnen bei lebendigem Leib die Haut abziehen.
Der Bogen war auf einem Ast knapp über der Erde gelandet. Nat schnappte ihn sich, streifte ihn über seine Schulter und begann den Aufstieg.
»Wie weit sind sie?«, flüsterte er Gwenna zu.
»Fast da. Beeil dich.«
Der blöde Bogen blieb überall hängen, in jedem verdammten Zweig, in jeder verfluchten Astgabel. Nats Finger krallten sich in die rissige Rinde des nächstbesten Astes. Beinahe geschafft. Er zog sich hoch, schwang sich an seinen ursprünglichen Sitzplatz und streckte die Hand aus. Gwenna reichte ihm den schweren Pfeil.
»Das funktioniert doch nie«, flüsterte sie, ihre Stimme schrill vor Panik.
»Klar funktioniert das.« Er grinste breit, schlang die Beine um den Ast, auf dem er saß, und spannte den Bogen. Die Pfeilspitze war schwer. Sehr schwer, was an der Vorrichtung lag, die er dort angebracht hatte. Ein Lederhandschuh, gefüllt mit Metall. Drei Hufeisen und mehrere kleine Erzstücke, die er beim Schmied besorgt hatte, polsterten ihn aus. Gwenna sah ungläubig auf den Pfeil, der wie ein spindeldürrer Arm mit einer behandschuhten Faust aussah.
»Das kann gar nicht klappen. Das sieht so bescheuert aus.«
»Ein bisschen mehr Vertrauen bitte«, sagte Nat. Sein Arm zitterte jetzt schon vor Anstrengung. Wo war die verdammte Kutsche? Wo …
Dann sah er sie. Ganz nah. Ein paar Bäume entfernt, schwebte sie langsam über die Baumkronen des Stadtparks. Wunderbar tief. Klar, die Familie von Dübelknecht bestand aus Landadligen, die weit weg auf den Schären wohnten. Vermutlich wollten sie alle Eindrücke der Stadt mitnehmen, wenn sie schon einmal da waren.
Hinter der Glasscheibe erblickte er ein kleines Gesicht mit einer gigantischen Perücke darüber, das fasziniert nach unten schaute. An der Seite der ohnehin reich verzierten Kutsche prangte ein goldenes Emblem. Vier braune, geflügelte Pferde zogen sie, zwei vorne, zwei hinten, deren mächtige Flügel die Luft aufwirbelten, so stark, dass ein Hauch über seine verschwitzte Wange strich …
Noch einmal atmete er tief ein. Nur ein Schuss, erinnerte er sich. Wenn er nicht traf, war es vorbei. Dann wären sie gewarnt, dann würden sie abdrehen. Sein zitternder Arm bewegte sich noch einen Millimeter nach hinten, seine verkrampften Finger packten die Sehne fester, fixierten den Kopf des Pegasus, der ganz vorne flog …
Er schoss.

Geblogge

Sondern … eine Chance. Jawohl. Bin echt gespannt, wer das neue Buch kauft. Ob das überhaupt jemand kauft. Ich habe, als ich mich wieder selbständig gemacht habe, beschlossen, dass ich ab und zu Experimente wagen darf. Und das ist das erste. Ich bin gespannt … „Tiefgefroren“ hatte heute leider eine Zwangspause, weil ich mich um „Prinzgemahl“ kümmern musste. Und es ist fast fertig! Alle Testleser-Kommentare wurden eingebaut! Das Cover wurde (fast) finalisiert! Die Danksagungen sind geschrieben, und … ach ja, Klappentext muss noch, na gut. Aber es ist nicht mehr viel. Morgen Abend wird das Teil hochgeladen. Und Freitag fahre ich entspannt nach Berlin. 🙂

Cover-Preview!!! Whooooh!!!

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Geblogge

Das Finale hat begonnen. Der Zeitpunkt in der Geschichte, in der eine Katastrophe auf die nächste folgt und alles immer schlimmer wird und ganz, ganz furchtbar gruselig traurig … bis sich dann doch alle berappeln und es ein Happy End gibt. Hoffentlich. Bei dieser Geschichte habe ich mich auf den Stunt eingelassen, nur das Ende zu kennen, bevor ich angefangen habe. Also alles, was jetzt kommt. Hoffentlich passt das noch zu den Sachen, die ich mir für Anfang und Mitte aus den Fingern gesaugt habe. 🙂 Wenn nicht … gibt’s halt andere Katastrophen und ein anderes Happy End.

„Prinzgemahl“ schleppt sich auf die Ziellinie zu. Das Cover ist zu 80% fertig:

cover_3Das Farbschema funktioniert halbwegs, denke ich. Und ich werde doch die übliche Schrift nehmen. Hoffe nur, dass die Leser den Untertitel und den subtil eingesetzten Pegasus bemerken und sich nicht betrogen fühlen, weil die Geschichte nicht in Köln-Porz spielt. So, und jetzt wird verbessert!

Heutiger Wordcount: 4.756 Wörter
Wordcount »Tiefgefroren« (Arbeitstitel) insgesamt: 42.649 Wörter

Lieblingsstelle heute (zumindest die liebste, die keine bösen Spoiler enthält):
»Super war das.« Henry räkelte sich wohlig. Seine Haare waren so zerzaust, als wäre er durch einen Orkan gelaufen.
»Ja.« Nils schluckte wieder. Mist. Der Kloß in seiner Kehle drängte hoch. Ewig würde er ihn nicht unten halten können.
»Was ist?« Henry streckte die Hand nach ihm aus. Sah man es ihm an?
»Der Sturm ist vorbei«, flüsterte Nils. »Ich muss gehen.«

Geblogge

Nach einem guten Schreibtag sitze ich wieder am Prinzgemahl-Cover. So langsam gefällt es mir. Und es gibt oft schicke Zwischenphasen, wo alles nach „Kunst“ aussieht. Dieses scherenschnittartige Meisterwerk zum Beispiel: cover_2

So hübsch! Außerdem habe ich heute einen ganzen Satz neuer Rezensionen bekommen. Sehr liebe Rezis  von jemandem mit dem erstklassigen Namen „MilchreisMonster“ .Wenn so ein Mensch meine Bücher mag muss ich ja was richtig machen. 🙂

Heutiger Wordcount: 4.436 Wörter
Wordcount »Tiefgefroren« (Arbeitstitel) insgesamt: 37.875 Wörter

Lieblingsstelle heute:
»Hey, hier ist nichts peinlich.« Nils spürte, wie seine Mundwinkel sich verzogen. Seit wann lächelte er so viel? »Das ist doch nur ein Traum.«
»Oh, stimmt.« Henrys Augen blitzten. »Natürlich ist das ein Traum. Ich wollte schon immer mit einem heißen Wikinger eingeschneit sein.«